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Asklepios-Klinikkonzern: Gesundheit als Wachstumsmarkt

In keinem Industriestaat der Welt werden Krankenhausfälle so schlecht bezahlt, wie in Deutschland, sagt Frank Lambert, Geschäftsführer der Asklepios-Kliniken in Kandel und Germersheim. Benjamin Engelhardt, Vorsitzender des Kreisverbands der Partei DIE LINKE, kritisiert: „Herr Lambert vergaß wohl zu erwähnen, dass der Hamburger Klinikkonzern ein Profiteur der Kommerzialisierung des Gesundheitswesens ist. Die Gewinne des Konzerns werden über die Kassenbeiträge finanziert. Das ist völlig inakzeptabel!“

2019 erzielte Asklepios einen Gewinn von 172,3 Millionen Euro. Die Regierungsparteien der vergangenen 20 Jahre haben das Gesundheitssystem auf dem Rücken des Personals und der Patienten kaputtgespart, in großen Teilen privatisiert und auf Rendite getrimmt. Während es in Kandel keine Geburts- und Kinderstation mehr gibt, kommt nun eine „Komfortstation“ mit Lounge für Privatpatienten und Gutbetuchte.

Jelena Bossert, Mitglied des Parteivorstands, weiter: „Die Krankenhäuser sind ein zentraler Pfeiler der öffentlichen Daseinsvorsorge und gehören deshalb in die öffentliche Hand. Im Gesundheitswesen muss wieder gelten: Gemeinwohl vor Profit!“