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Wachsende Armut ist politisch gewollt

Seit 15 Jahren versorgt die Tafel in Wörth Bedürftige im Süden des Landkreises Germersheim mit Lebensmitteln. Ende 2005 waren es 112 Menschen, aktuell sind es 1.070, ein Anstieg um 955 Prozent. Benjamin Engelhardt, Vorsitzender des Kreisverbands der Partei DIE LINKE, prangert an: „Diese traurige Entwicklung ist eine Schande für unser reiches Land. Die wachsende soziale Spaltung ist nicht vom Himmel gefallen. Die Umverteilung von unten nach oben ist politisch gewollt und wird in der Corona- und Wirtschaftskrise weiter vorangetrieben.“

Peter Fuhr, stellv. Kreisvorsitzender, weiter: „Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Tafel zollen wir höchsten Respekt. Dabei sollte es in Deutschland keine Tafeln geben müssen. Die Regierungsabgeordneten Thomas Hitschler (SPD) und Thomas Gebhart (CDU) sollten sich fragen, welchen Anteil sie und ihre Parteien an der wachsenden Armut haben.“

Armut trotz Arbeit und Altersarmut nehmen stetig zu. Am härtesten trifft es die Kinder. So leben im Landkreis Germersheim bereits 1.751 und damit 9,6 % aller Kinder unter 15 Jahren von Hartz IV. Die Regierungspolitik der letzten 20 Jahre führte dazu, dass die reichsten 10 % der deutschen Bevölkerung 67,3 % des gesamten Vermögens auf sich konzentrieren. DIE LINKE setzt sich deshalb für eine Vermögensabgabe und höhere Steuern für Millionäre und Milliardäre sowie für eine bedarfsgerechte Mindest- und Kindergrundsicherung ein.